Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Saarbrücken

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Inhalt: Schleuse Güdingen

Saar-Km 92,92
Foto Schleuse Güdingen

Erreichbarkeit

Schleuse Güdingen
Saarstrasse
66130 Saarbrücken

Tel.: 0681 - 6002326
Fax: 0681 - 6002156
UKW-Kanal 79

Schleusenbetriebszeiten: 6.30 - 21.30 Uhr

Schleusenabmessungen

Länge 38,50 m; Breite 5,10 m

Fallhöhe: 2,41 m

Für muskelkraftbetriebene Fahrzeuge besteht die Möglichkeit, die vorhandene Bootsumsetzanlage zu nutzen.

 

Die Staustufe Güdingen
eine denkmalgeschützte Anlage

Zeichung Schleuse Güdingen    Schleuse Güdingen Unterwasser

Wehr Güdingen
Saar-km 93,0

Das ursprüngliche Wehr von 1863 der Staustufe Güdingen war ein zweifeldriges Holznadelwehr mit stählernen Nadelblöcken.

Das Nadelwehr in Güdingen wurde in den Jahren 1937 bis 1939 durch ein neuzeitliches Wehr ersetzt.

Die neuen Staukörper bestehen aus 2 Fischbauchklappen von je 25,10 m lichte Weite und 2,41 m Stauhöhe. Die Antriebe wurden in den beiden Landpfeilern untergebracht. Diese Pfeiler nennt man in der Fachsprache Windwerke.

Um die hochwasserfreien Landpfeiler zu erreichen, wurde ein stählerner Laufsteg installiert, der über den Mittelpfeiler die beiden Windwerke miteinander verbindet.

Die Wehrklappen werden einseitig durch Zahnstangen über jeweils ein Windwerk mit elektrischem Antrieb bewegt. Die Steuerung erfolgt manuell durch Schleusenbedienstete unter Einhaltung des hydrostatischen Staues (normale Wasserstandshöhe), solange es möglich ist.

Wehr Güdingen Unterwasser

Wehr Güdingen Oberwasser

Wehr Güdingen mit Notverschluss Unterwasser

Schleuse Güdingen
Saar-km 92,9

Im Jahre 1806 begründete ein kaiserliches Dekret unter Napoleon die Kanalisierung der Saar, um die Kohlen des Saarlandes nach Frankreich zu verschiffen. Von 1806 bis 1813 wurden die Schleusen von Saargemünd bis Saarbrücken gebaut.

Am 4. April 1861 wurde in einem Vertrag zwischen Preußen und Frankreich der Bau des Saar-Kohlen-Kanals beschlossen.

Die alten Schleusen wurden deshalb später abgerissen und beim Bau des Saar-Kohlen-Kanals zwischen 1862 und 1866 als Baumaterial wiederverwendet.

Es wurden 31 Schleusen erbaut, 30 davon befinden sich in Frankreich. Die erste deutsche Schleuse befindet sich einen Kilometer unterhalb der deutsch-französischen Grenze bei Güdingen.

Die Stauanlage wurde 1863 gebaut. Die Schleuse wurde für Schiffe mit einer Nutzlänge von 38,50 m und einer Breite von 5,05 m geplant und ist heute noch in Betrieb. Das Nadelwehr mit 2 Wehrfeldern zur Regelung des Wasserstandes wurde 1939 erneuert.

Schleuse Güdingen Oberwasser

Stauanlage Güdingen Unterwasser

Erneuerungen an der Schleuse Güdingen
In den letzten 30 Jahren wurden an der Schleuse Güdingen einige Erneuerungen durchgeführt, so z.B. der Einbau elektrischer Schütze und entsprechende Antriebe für die Zahnstangen.

1980
Durch den Einbau eines Dükers unter der Schleuse hindurch konnte die elektrische Versorgung verbessert werden.

1982
An den Torstegen wurden aus Sicherheitsgründen Schutzgeländer angebracht.

1989
Die gesamte Anlage wurde mit einer neuen Elektroversorgung versehen.

1994
Erneuerung der Dichtungsbalken und Anfahrtsschutz auf den Stemmtoren.

2014
Trockenlegung des Wehres im Oberwasser der Staustufe im Rahmen einer Bauwerksprüfung verbunden mit einer Stauabsenkung um 1,60m.

Wehr Güdingen mit Notverschluss Oberwasser

Wehr Güdingen

Seit dem 08.08.1994 steht die gesamte Schleusenanlage Güdingen unter Denkmalschutz.

Die Güterschifffahrt an der Schleuse Güdingen kam im Jahre 1960 auf eine Gesamttonnage von knapp 1 Million Tonnen.
In den folgenden Jahrzehnten ging diese bis auf Null Tonnen zurück.

Eine Wiederbelebung erfuhr die Schleuse durch die zunehmende Sport- und Fahrgastschifffahrt.
Im Durchschnitt werden rd. 2200 Fahrzeuge pro Jahr geschleust.

Verkehrsentwicklung

GütertransportaufkommenVerkehrsentwicklung

Um die Jahrhundertwende wurde größtenteils Kohle in der Bergfahrt, also von den Saargruben in Richtung Frankreich transportiert. Aber ca. 1/3 der transportierten Güter waren Kalksteine, Eisenerze, Eisenschlacken, Sandsteine und Baumaterialien. 1927 konnte an der Schleuse Güdingen eine Transportmenge von 1,2 Mio. Tonnen registriert werden. Seit den späten 80er Jahren ist der Güterverkehr bedeutungslos geworden. Er wurde abgelöst durch regen Sportbootverkehr mit bis zu 1500 Booten im Jahr und die weiße Flotte mit durchschnittlich 400 Schleusungen im Jahr.